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HERBERT BAUMEISTER
 


Das Leben von Herbert Baumeister (geb. 07. April 1947) trug die Fassade eines erfolgreichen amerikanischen Geschäftsmannes. Verheiratet mit seiner Frau Julie und den drei Kindern lebte er in einer noblem Villa nahe Indianapolis, Indiana. Er hatte sich eine Supermarktkette aufgebaut, von deren Gewinn er und seine Familie über den Durchschnitt eines US-Amerikaners leben konnten und war ein angesehener Bürger seiner Gemeinde. Doch niemand ahnte, dass der 49-jährige auch ein Homosexueller, mit einer Vorliebe für Asphyxie -und Strangulationsspiele, war und für seine Neigung bereit war zu töten.

Den Sommer über verbrachten seine Frau und die Kinde immer auf dem Feriensitz der Familie am Lake Wawasee, außerhalb Indianapolis. Baumeister blieb immer zu Hause, unter dem Vorwand zu arbeiten. In Wirklichkeit aber lebte er zu dieser Zeit seine extremen Fetische zu Hause und in den Gay-Clubs der Stadt exzessiv aus.

Nachdem zwischen 1993-94 in der lokalen Schwulenszene mehrere junge Männer vermisst wurden, die in den gleichen Clubs verkehrten wie auch Baumeister, fiel der Verdacht schnell auf einen wohlhabenden Geschäftsmann, der sich laut eines Zeugen "Brian" nannte. Der Zeuge war wenige Monate zuvor in dessen Haus gewesen und erinnerte sich, dass dieser "Brian" eine Vorliebe für extreme Sexualpraktiken hätte. Der gleiche Zeuge traf diesen "Brian", ca. 1 Jahr nach seiner Aussage, wieder und konnte sich dessen Nummernschild notieren und dies der Polizei mitteilen. Als Fahrzeughalter konnte Herbert Baumeister ermittelt werden.

Für eine Durchsuchung Baumeisters Anwesen reichte die Beweislage nicht aus, zudem er selbst eine freiwillige verweigerte. Einige Monate später, nachdem Baumeisters Frau von der Polizei damit konfrontiert wurde, dass ihr Ehemann sei in Verdacht ein Serienmörder zu sein, gab sie in Abwesenheit ihres Mannes das Einverständnis zu einer Durchsuchung. Die Polizei fand auf dem Grundstück die Überreste von sieben jungen Männern.

Baumeisters Sohn fand früher schon einmal beim Spielen im Garten einen skelettierten Körper, aber Baumeister erklärte seiner Frau, dass dieses Skelett ein Ausstellungsstück seines Vaters sei, ein früherer Arzt und er es dort vergraben hatte, um in der Garage Platz zu haben.
Der inzwischen untergetauchte Baumeister wurde eine Woche später tot in Kanada in seinem Wagen aufgefunden, er hatte sich mit einer Handfeuerwaffe in den Kopf geschossen, um der Verantwortung seiner Taten zu entgehen. In seinem Abschiedsbrief erwähnte er mit keinem Wort die auf seinem Grundstück gefundenen Leichen.

Im Frühling 1998 gaben die Behörden bekannt, dass Baumeister im starken Verdacht stehe, in den 80-ern auch in anderen Bundsstaaten mindestens zehn weitere Morde begangen zu haben.



Text mordsee


 

Herbert Baumeister