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ARTHUR SHAWCROSS |
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In den Jahren von 1988 bis 1990 wurden in Rochester im Bundesstaat New York 11 Prostituierte erwürgt und verstümmelt. Ein Opfer wurde sogar geköpft.
Aufgrund der Annahme, dass der Täter zum Tatort zurückkehren würde, konnte am 03.01.1990 der Ex-Häftling Arthur Shawcross verhaftet werden.
Shawcross wurde laut eigenen Angaben in seiner Kindheit von seiner Mutter sexuell missbraucht, was er dann auch an seiner eigenen Schwester durchführte. Er war oft allein im Wald und versuchte sein Zuhause zu meiden, wodurch er immer mehr zum Einzelgänger wurde. Ihn beherrschte eine unkontrollierbare Wut, weshalb er immer wieder Schlägereien anzettelte und auch Feuer legte. Shawcross wurde beim geringsten Anlass wütend.
1972, mit 27 Jahren, verübte Shawcross seinen ersten Mord an dem 10jährigen Jack Blake, der ihm hinterher lief, nachdem die beiden zuvor sich beim Angeln getroffen hatten. Er schlug dem Jungen mit der Faust gegen den Kehlkopf und ließ ihn einfach auf der Straße liegen. Kurze Zeit später traf Shawcross beim Angeln auf die 8jährige Karen Hill. Sie begleitete ihn ein Stück durch den Wald, als er plötzlich über sie her fiel, vergewaltigte und erwürgte.
Shawcross wurde zu einer unbestimmten Haftstrafe von bis zu 25 Jahren für die Morde verurteilt. Er wurde jedoch schon nach 14 Jahren und 6 Monaten am 28.4.1987 auf Bewährung freigelassen und konnte weiter morden.
Nach seiner Haftentlassung heiratete Shawcross eine Hilfskrankenschwester, arbeitete in einem Gemüseladen und hatte ein Verhältnis mit der Mutter einer seiner Arbeitskolleginnen. Ein Jahr später begannen die Postituierten-Morde. Eine der Prostituierten, mit der Shawcross verkehrte, war HIV-positiv und er bildete sich ein sich angesteckt zu haben. Er wollte sich an allen Prostituierten, mit denen er jemals Geschlechtsverkehr hatte, rächen. Zu seinen Opfern gehören unter anderem Dotsie Blackburn, Anne Steffen, Dorothy Keeler, Patty Ives und Felicita Stephes.
Eigenen Aussagen nach war Shawcross angeblich während der Morde ein anderer Mensch. Er gab vor, an einer schizophrener Psychose zu leiden, was aber wiederlegt werden konnte, da er sich ganz genau an seine Morde erinnerte. Zudem gab er an, von seinen Erfahrungen im Vietnamkrieg rühre eine posttraumatische Persönlichkeitsstörung her. Shawcross Strategie konnte von der Staatsanwaltschaft als Lüge demaskiert werden, so dass seine Verteidigung diese nicht weiter verfolgen konnte.
Tatsache ist, dass Shawcross alle 3 Kriterien eines Serienkillers aufweist, d.h. eine genetische Veranlagung zur Geisteskrankheit, sexuellen Missbrauch/Misshandlung und eine Kopfverletzung in frühen Jahren (mit 15 Jahren wurde er von einem Diskus am Kopf getroffen).
Arthur Shawcross wurde des 10fachen Mordes für schuldig befunden und zu 250 Jahren Gefängnis verurteilt.
Text von Jenny G.
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