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SUSAN ATKINS |
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Susan Atkins stammt aus einer Familie der unteren amerikanischen Mittelschicht. Ihr Vater war Bauarbeiter; ihre Mutter machte Gelegenheitsjobs, um die Familie mit drei Kindern (sie hat zwei Brüder) zu ernähren. Beide Eltern waren Alkoholiker. Susans Mutter starb, als das Mädchen erst 14 Jahre alt war, an Krebs. Ohne wirkliches Elternhaus oder Bezugspersonen - die Brüder waren mittlerweile beim Militär - begann sich der Teenager in der Szene von San Francisco herumzutreiben. Mit 18 Jahren warf sie ihre Schulausbildung hin und verdingte sich als Nackttänzerin oder „Oben-ohne” Bedienung in schäbigen Bars; nebenbei verkaufte sie Drogen und wirkte in Bühneninszenierungen des bekennenden Satanisten Anton Szandor LaVey mit.
In einer Wohngemeinschaft, in der sie mit mehreren gleichaltrigen Frauen zusammenlebte, traf sie bei einer Party auf Charles Manson. Der junge Musiker zog Susan sofort in seinen Bann. Manson gab ihr den Namen „Sadie”, den er dem Beatles-Song Sexy Sadie entnommen hatte. Sie folgte ihm und seiner Kommune, die zumeist aus jungen rothaarigen Frauen bestand. Die Gruppe reiste in einem schwarzbemalten Schulbus durch Kalifornien und experimentierte mit LSD und anderen Drogen. Susan/Sadie sagte später: „Charles Manson war für mich zu dieser Zeit Jesus und Satan in einer Person”. Manson war bereits begeisterter Anhänger der Ideologien des Nazismus und des Satanismus.
Mansons schnell wachsende Sekte, die sich als „Family” (Familie) bezeichnete, bezog Ende der 1960er eine Ranch bei San Fernando, Kalifornien. Hier brachte Susan „Sadie” Atkins einen Sohn zur Welt. Ihren Angaben nach soll Manson aber nicht der Vater gewesen sein. Der Junge bekam den Namen Zezozece Zadfrack Glutz.
Susan „Sadie” Atkins wurde im November 1969 eher zufällig zusammen mit anderen Mitgliedern der Manson Family wegen Autodiebstahl und Brandstiftung verhaftet und brüstete sich beim anschliessenden Polizeiverhör mit den Morden an Tate und dem Supermarktbesitzer Leno LaBianca und dessen Frau Rosemary.
Bei der Gerichtsverhandlung schilderte sie ausführlich, wie sie die um Gnade flehende Sharon Tate gefoltert und mit zahllosen Messerstichen niedergemetzelt habe. Atkins wurde am 29. März 1971 zur Todesstrafe in der Gaskammer verurteilt, aber durch eine gerade laufende Gesetzänderung zu lebenslanger Freiheitsstrafe begnadigt (die Todesstrafe wurde erst 1977 wieder in Kalifornien eingeführt).
In den ersten Jahren ihrer Inhaftierung zeigte sie sich noch loyal gegenüber Charles Manson und seinen verworrenen Ideologien, distanzierte sich aber später von der Family und wandte sich extrem religiös christlichen Glaubensrichtungen zu. 1980 heiratete sie im Gefängnis den texanischen Multimillionär Donald Lee Laisure. Nachdem Laisure Konkurs ging, scheiterte die Ehe und Atkins heiratete den Harvard Absolventen James Whitehouse, der sich seit 2000 für ihre Begnadigung einsetzt und in ihrem Namen zahlreiche Petitionen eingereicht hat. Susans Begnadigung wurde im Juni 2005 zum bereits elften Mal abgelehnt. Die nächste Anhörung ist für das Jahr 2009 festgesetzt.
Susan „Sadie” Atkins ist bis heute in der kalifornischen Frauenvollzugsanstalt Corona (Kalifornien) inhaftiert.
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Charles Manson | Die Zeugenaussage von Charles Manson
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