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MARTIN BRYANT
 


Martin Bryant hat eine Zeit lang anscheinend als eine Art Sohnersatz bei einer exzentrischen Millionärin in Tasmanien gewohnt. Nach ihrem Tod wurde er Alleinerbe. Zum Zeitpunkt der Tat war er 28 Jahre alt. Geistig soll er auf dem Niveau eines 11jährigen sein.

Am 28. April 1996 fuhr Martin Bryant zu einem älteren Ehepaar, mit dem er schon seit einiger Zeit Probleme wegen des Verkaufs ihres Grundstückes hatte. Sie wollten ihm das Land nicht verkaufen. Martin erschoss die beiden in ihrem Haus und fuhr anschließend zu einem Touristenpark auf der tasmanischen Insel Porth Arthur.

Er ging mit einer Sporttasche voller Waffen in ein Cafe und schoss dort sehr gezielt und eiskalt auf die Gäste. Die anderen Touristen auf dem Parkplatz dachten zunächst an Filmaufnahmen, bis Martin heraus kam und auch auf dem Parkplatz um sich schoss. Er ging sogar in die Busse und suchte nach Menschen, die sich dort versteckt hielten.

Einen Mann nahm er als Geisel mit und fuhr mit ihm zurück zum Haus des älteren Ehepaares, mit dem er Streit gehabt hatte. An einer Tankstelle erschoss er 2 weitere Personen.

Er verschanzte sich 18 Stunden lang in dem besagten Haus, dann zündete er es an, wollte offenbar Selbstmord begehen. Er kam jedoch doch noch, nackt und schwer verletzt, heraus und wurde ins Krankenhaus gebracht (übrigens in dasselbe in dem die Verletzten seines Amoklaufes lagen).

Die Bilanz waren 35 Tote und 19 Verletzte. Es war das größte Massaker in der Geschichte des Australischen Kontinents.

Sieben Monate nach dem Amoklauf begann der Prozess gegen Martin Bryant. Ihm wurde zwar die Intelligenz eines 11jährigen zugesprochen, jedoch auch volle Schuldfähigkeit. Bei seinen Aussagen vor Gericht fing er heftig an zu lachen. Im November wurde er zu 35mal lebenslänglicher Haft und zusätzlichen 777 Jahren Gefängnis verurteilt.

Seitdem sitzt er in Porth Arthur in einer sehr karg eingerichteten Zelle und wird rund um die Uhr bewacht. Nur ausgewählte Gefangene dürfen Kontakt zu ihm haben. Bryant hat inzwischen den dritten Selbstmordversuch hinter sich. Beim ersten Mal wollte er sich mit Verbandsmaterial selbst strangulieren, dann versuchte er eine aufgerollte Zahnpastatube zu verschlucken. Zuletzt wurde er völlig betäubt in seiner Zelle gefunden. Anscheinend hatten ihm andere Häftlinge Medikamente zukommen lassen.

Die Regierung hat aufgrund dieses Falles ihre Waffengesetze verschärft. In einem Rücklauf Programm wurden bislang über 383 000 Waffen aus Privathänden aufgekauft.

Die Opfer Bryants:

Royce Thompson 59 Jahre,
Janet Quin 50 Jahre,
Nanette Mikac 36 Jahre,
Madeline Mikac 3 Jahre,
Andrew Mills 39 Jahre,
Mary Nixon 55 Jahre,
Elizabeth Howard 26 Jahre,
Jason Winter 39 Jahre,
Nicole Burgess 17 Jahre,
Sally Martin 70 Jahre,
David Martin 70 Jahre,
Elva Gaylard 48 Jahre,
Walter Bennett 66 Jahre,
Raymond Sharp 67 Jahre,
Kevin Sharp 69 Jahre,
Sarah Loughton 15 Jahre,
Mervyn Howard 55 Jahre,
May Howard 57 Jahre,
Pauline Masters 49 Jahre,
Dennis Lever 53 Jahre,
Ronald Jary 71 Jahre,
Peter Nash 32 Jahre,
Anthony Nightingale 43Jahre,
Tony Kisten 51 Jahre,
Zoe Hall 28 Jahre,
Glen Pears 35 Jahre,
Helen Salzman ?? Jahre,
Robert Salzmann 56 Jahre,
Jim Pollard 72 Jahre,
Kate Scott 21 Jahre,
Gwenda Neander 67 Jahre,
William Ng Mokya ?? Jahre,
Sue Ling Chong 36 Jahre,


 

Martin Bryant