Einige Länder wenden bei (Mord)Verbrechen generell die Todesstrafe an.
Dazu Amnesty International: Immer mehr Staaten wenden sich von der Todesstrafe ab. Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Todesstrafe kein Verbrechen verhindert und dass kein noch so ausgeklügeltes Rechtssystem vor Justizirrtümern gefeit ist. Doch noch immer glauben über hundert Staaten, nicht auf diese Strafe verzichten zu können. Amnesty International hat nun eine weltweite Kampagne lanciert, um noch mehr Menschen und Staaten zur Abkehr von der Todesstrafe zu bewegen. Denn keine Strafe ist grausamer und unmenschlicher. Schon das Todesurteil und die drohende Hinrichtung sind extremste Formen psychischer Folter.
Der Zürcher Staatsrechtsprofessor Peter Noll schrieb einmal über die Todesstrafe: "Wir kennen das Maß dieser Strafe überhaupt nicht, weil wir nicht wissen, was der Tod ist, also nicht wissen, womit wir letztlich den Täter bestrafen. Eines allerdings wissen wir: Dass wir ihn vor dem Strafvollzug mit der schlimmsten Folter bestrafen, die es überhaupt gibt: mit der Todesangst.(...) Die Todesstrafe befürworten kann nur, wer auch diese Folter befürwortet."